Fin del mundo
Das Reisetreffen in Viedma war wie erwartet sehr schoen.Reisende aus aller Welt waren dort und so gab es Abends jeweils ein anstaendiges Asado und die neuesten Reisegeschichten.
Mit steigendem Alkoholkonsum schwanden auch die Sprachbarrieren. Nach drei Tagen Deutsch,Englisch und Spanischkauderwelsch hat man allerdings das Gefuehl KEINE der drei Sprachen mehr zu beherschen!
Nach entspannten 4 Tagen gings dann endlich wieder “auf Piste” .
Nach wenigen Kilometern holten wir Uschi,Ted und Sebastian wegen eines Sturzes von Uschi ein,die sich dabei das erst 20 Stunden vorher montierte Windschild zerbrach.Ob da noch die Garantie greift???
Zu sechst ging es dann weiter bis Ted langgemacht hat und wir gezwungener Massen direkt an der Piste campen mussten.
Vielleicht war es das Wasser aus der Viehtraenke oder der sinkende Adrenalinpegel aber der Abend war doch sehr ausgelassen, obwohl die einzige Flasche Wein “natuerlich” beim Sturz kaputtgegangen war!Zuletzt lagen wir alle lachend und eng aneinandergekuschelt (aehnlich der Robben am Strand) ,haben den Sternenhimmel und unzaehlige Sternschnuppen bewundert.
Nach vielen,vielen Pistenkilometern an der Kueste entlang sind wir irgendwann dann doch noch auf Valdez angekommen ,um die naechsten Tage mit Wale,Seeloewen und Pinguinen beobachten zu verbringen.
Am letzten Abend gab es noch einen unglaublichen Sonnenuntergang und zum Fruehstueck wie bestellt ein paar Wale die dicht am Strand entlanggeschwommen sind.Ja,das Leben als Biker ist schon manchmal schwer!
Ein “kleiner” Abstecher von nur 400 km (fuer Argentinien wirklich nur ein kurzer Abstecher) fuehrte uns zu den verstenerten Waeldern.Wenn ich den spanischsprechenden Ranger richtig verstanden habe,sind die baeume mehrere millionen Jahre alt und durch???(so gut ist mein Spanisch noch nich) durch Stein ersetzt worden.
Aud dem Weg nach Feuerland gab es dann auch den ersten Grenzuebertritt.
Um keine Schaedlinge ins Land zu bringen,darf ma nach Chile kein Obst,Gemuese,Kaese oder Honig mitnehmen.
Da wir die Einkaeufe fuer die 200 km bis Argentinien aber nicht wegschmeissen wollten, haben wir unser Glueck beim Schmuggeln gesucht.Leider ist Ra ” erwischt” worden und musste ungefaehr 26 Formulare unterschreiben was ca. eine Stunde gedauert hat und dabei die ganze Zeit auf ein halb verspeistes Guerteltier schauen.Und das als Vegetarierin.
Das Strafgeld belief sich dann auf 7 US Dollar.
Die Schmuggeltechnik muss also noch ueberarbeitet werden!
Nach 5000 km waren dann endlich wieder Berge zu sehen und die letzten Kilometer bis Ushuaia waren trotz des Regens ein echter Genuss.Schneebedeckte Berge,Kurven,leuchtend blaue Seen und Baeume.
Die Pampa hat zwar auch ihren Reiz mit der unendlichen Weite,aber die Landschaft hier und rund um Ushuaia ist doch abwechslungsreicher.
Zu Sylvster gab es ein leckeres Asado und als es um Miternacht langsam dunckel wurde noch ein schoenes Lagerfeuer und Gluehwein mit netten Gespraechen.
So hatte ich mir das Ganze vorgestellt.”Am Ende der WElt” Sylvester zu feiern.
