Fin del mundo

Erstellt am Samstag 5. Januar 2008 von admin.
Kategorien: 02 Dezember 2007 Argentinien.

Das Reisetreffen in Viedma war wie erwartet sehr schoen.Reisende aus aller Welt waren dort und so gab es Abends jeweils ein anstaendiges Asado und die neuesten Reisegeschichten.

Mit steigendem Alkoholkonsum schwanden auch die Sprachbarrieren. Nach drei Tagen Deutsch,Englisch und Spanischkauderwelsch hat man allerdings das Gefuehl KEINE der drei Sprachen mehr zu beherschen!
Nach entspannten 4 Tagen gings dann endlich wieder “auf Piste” .

Nach wenigen Kilometern holten wir Uschi,Ted und Sebastian wegen eines Sturzes von Uschi ein,die sich dabei das erst 20 Stunden vorher montierte Windschild zerbrach.Ob da noch die Garantie greift???
Zu sechst ging es dann weiter bis Ted langgemacht hat und wir gezwungener Massen direkt an der Piste campen mussten.

Vielleicht war es das Wasser aus der Viehtraenke oder der sinkende Adrenalinpegel aber der Abend war doch sehr ausgelassen, obwohl die einzige Flasche Wein “natuerlich” beim Sturz kaputtgegangen war!Zuletzt lagen wir alle lachend und eng aneinandergekuschelt (aehnlich der Robben am Strand) ,haben den Sternenhimmel und unzaehlige Sternschnuppen bewundert.


Nach vielen,vielen Pistenkilometern an der Kueste entlang sind wir irgendwann dann doch noch auf Valdez angekommen ,um die naechsten Tage mit Wale,Seeloewen und Pinguinen beobachten zu verbringen.


Am letzten Abend gab es noch einen unglaublichen Sonnenuntergang und zum Fruehstueck wie bestellt ein paar Wale die dicht am Strand entlanggeschwommen sind.Ja,das Leben als Biker ist schon manchmal schwer!

Ein “kleiner” Abstecher von nur 400 km (fuer Argentinien wirklich nur ein kurzer Abstecher) fuehrte uns zu den verstenerten Waeldern.Wenn ich den spanischsprechenden Ranger richtig verstanden habe,sind die baeume mehrere millionen Jahre alt und durch???(so gut ist mein Spanisch noch nich) durch Stein ersetzt worden.

Aud dem Weg nach Feuerland gab es dann auch den ersten Grenzuebertritt.
Um keine Schaedlinge ins Land zu bringen,darf ma nach Chile kein Obst,Gemuese,Kaese oder Honig mitnehmen.
Da wir die Einkaeufe fuer die 200 km bis Argentinien aber nicht wegschmeissen wollten, haben wir unser Glueck beim Schmuggeln gesucht.Leider ist Ra ” erwischt” worden und musste ungefaehr 26 Formulare unterschreiben was ca. eine Stunde gedauert hat und dabei die ganze Zeit auf ein halb verspeistes Guerteltier schauen.Und das als Vegetarierin.
Das Strafgeld belief sich dann auf 7 US Dollar.
Die Schmuggeltechnik muss also noch ueberarbeitet werden!

Nach 5000 km waren dann endlich wieder Berge zu sehen und die letzten Kilometer bis Ushuaia waren trotz des Regens ein echter Genuss.Schneebedeckte Berge,Kurven,leuchtend blaue Seen und Baeume.


Die Pampa hat zwar auch ihren Reiz mit der unendlichen Weite,aber die Landschaft hier und rund um Ushuaia ist doch abwechslungsreicher.


Zu Sylvster gab es ein leckeres Asado und als es um Miternacht langsam dunckel wurde noch ein schoenes Lagerfeuer und Gluehwein mit netten Gespraechen.
So hatte ich mir das Ganze vorgestellt.”Am Ende der WElt” Sylvester zu feiern.

Endlich weg

Erstellt am Freitag 14. Dezember 2007 von admin.
Kategorien: 02 Dezember 2007 Argentinien.

Endlich weg!

Da ich anscheinend nicht reibungslos “einfach losfahren” kann, gab es dann doch nochmal einige Aufregung am Flughafen,da die nette Dame am Schalter mir das Ticket nicht ausstellen wollte.Schliesslich haette ich kein Rueckflugticket und braeuchte stattdessen ein spezielles Visa.
Nach vielen Erklaerungen meinerseits und der Kommentar “und sie will AUCH NOCH nach Chile ihrerseits enliess sie mich schlieeslich mit Ticket und den netten Worten: wenn sie das Motorrad dabei haben lassen Sie SIEW vielleicht auch ins Land….

Inzwischen bin ich gut angekommen und gewoehne mich trotz kurzem Hitzeschock(ueber 30 Grad) auch langsam daran jetzt unterwegs zu sein.


Und sofern alles gut laeuft,kriegen ich, Ra und Ralf morgen unsere Motorraeder aus dem Zoll.
Um die ganze Sache nicht zu lang zu machen ( und das war es!!!):
Nach viel Warterei,schlechter Verstaendigungsmoeglichkeiten, und der staendigen Frage “und wohin nun?” haben sich die Leute beim Zoll schon gegenseitig angefeuert, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass es sie nicht auch noch treffen moege, sich mit uns auseinander setzen zu muessen…

Nach 4 Tagen haben wir nun endlich die Motorraeder und…. Ralfs ist natuerlich nicht angesprungen!!!!Is halt keine XT:-)
Dann haben wir nochmal 4 Stunden gebraucht um die Reifen per Post schonmal vorzuschicken und Ralfs KTM hat wieder den Geist aufgegeben!


Aber mein Zebra eignet sich ja bekanntlich auch gut als Packesel und so konnten wir dann ENDLICH am Donnerstag fahren!

Die Landschaft ist wunderschoen,der Wind gewoehnungsbeduerftig und das fahren auf der Ruta 3 unendlich langweilig.Es geht nur geradeaus .Und ich dachte immer die Strassen bei uns im Norden waeren langweilig!
Aber am Ende sind wir ueber eine gute Schotterstrase doch noch zu ein wenig Fahrspass gekommen und der Campingplatz war ein echtes Highlight.

Am naechsten Tag habe ich dann all meinen Mut zusamengenommen und bin mit Ralf die Piste am Strand nach Bahia Blanca gefahren,waehrend Ra die Strasse genommen hat.Ich muss sagen Sie hat echt was verpasst.Ein tolles Gefuehl am Strand zu fahren.Und das war sogar die offizielle Strasse!

Jetzt gehts eratmal nach Viedma zum Horizons Unlimited Treffen.

Ein Motorradtreffen fuer Reisende aus aller Welt.

Mal sehen,was uns da erwartet