Ein Zebra im Dschungel
….aber soweit bin ich noch nicht.Auf meiner Suche nach einem zur Abwechslung auch Nachts warmen Ort bin ich mit meinen Mitreisenden ja erstmal in der Wüste gelandet!

In der kleinen Oase Huaqachina “nisten” wir uns ein Paar Tage im Garten des Hostals Huaqachinero ein und tatsächlich ist es hier tagsüber T-Shirt warm.
Nur Nachts ist es immernoch ein wenig frisch!
Um auch mal ein andres Fortbewegungsmittel als mein Zebra unterm Hintern zu haben, buchen wir eine Buggytour incl. Sandboarding in den Dünen.

Was für ein Adrenalinschub, mit über 80 Sachen die Dünen rauf und runter zu rasen.Oben angekommen kriegen wir ein Brett um die Düne runterzu”surfen”.
Was das surfen angeht, halten sich meine Erfahrungen doch arg in Grenzen und der Versuch stehend die Dünen runter zukommen endete damit, dass ich mich mehr purzelnd fortbewegt habe und am Ende wirklich ÜBERALL Sand hatte !!!!! Die Alternative auf dem Bauch liegend mit speed runterzurasen war dann schon eher was für mich!
Zurück im Hostal mache ich Bekanntschaft mit Pepe und Aurora. Zwei Papageien, denen zwar die Flügel gestutzt wurden, die sich aber ansonsten frei bewegen können.
Neugierig erkunden sie die Zelte und einmal auf dem Arm sind sie schwer wieder loszukriegen.
Pepe legt sich sogar auf den Rücken, um sich von mir kraulen zu lassen.
Lediglich morgens das Plappern der Beiden ist dermaßen laut, dass an Schlafen nicht zu denken ist.
Auf der Suche nach wärmeren Regionen steuern wir wieder ins Inland.
Eine tolle Piste durch Täler und wiedermal mit vielen, vielen Kurven!

Allerdings auch eine Hochebene die über 4000 m liegt und damit welch Überraschung….KALT ist!

Also schnell weiter und in Huanuco der gemeinsame Entschluss, statt nach Links Richtung Cordillera blanca, nach Rechts abzubiegen und Richtung Amazonasgebiet und damit Dschungel zu fahren!
Mit jedem Meter, den es vom Plateau runtergeht, wird die Landschaft grüner.
Und ….WÄRMER!!!!!!
Die Natur scheint zu explodieren und ich bin überwältigt von all den Grüntönen und schönen Pflanzen, die es hier zu sehen gibt.
Da es von hier nicht weit zu den Anden ist, gibt es auch hier Berge und die Aussicht auf Täler und die riesigen braunen Flüsse gefallen mir sehr.
Zusätzlich wird hier immens viel Reis angebaut.
Böse Zungen behaupten , dass die Peruaner mehr Reis essen als die Chinesen.Und tatsächlich ist es völlig egal, was man bestellt.Es gibt selbst zu Nudeln immer eine Portion Reis.
Die Strasse lädt allerdings nicht dazu ein, die Landschaft während der Fahrt zu geniessen.

Mal matschig, steinig, halb weggebrochen oder mit tiefen Pfützen müssen wir Drei uns schon sehr konzentrieren und mehr als 120 km pro Tag sind nicht zu schaffen.
Aber um ehrlich zu sein……muss auch nicht schneller gehen.Hab ja nichtWochenlang nach Wärme gesucht, um dann husch, husch wieder in die Berge zu fahren!
Zumal es hier frisches Obst in Hülle und Fülle gibt!
So machen wir auch noch einen 300km “Abstecher” nach Pucallpa. Von dort geht es nur noch per Boot weiter.Zum Sonnenuntergang gibt es dann sogar Delphine zu sehen und ich bin fast versucht, von hier aus weiter per Boot nach Brasilien zu fahren…
Auf dem Rückweg machen wir ein weiteres Mal in der Villa Jennifer (www.villajennifer.com) Pause. Etwas ausserhalb von Tingo Maria eine echte Oase der Ruhe und Entspannung!
Der weitere Weg Richtung Grenze ist , sofern die Füsse erstmal nass sind, Fahrspass pur!

Da Thomas gleich mehr als nur einen Platten Reifen hat, schaffen wir es nicht bis zur nächsten Stadt.
Da sogar die Einheimischen vor wild Zelten warnen , sind wir froh im 40 Seelenort “km33″ eine Unterkunft zu finden.Die Mopeds können im Restaurant geparkt werden
und um es mal positiv auszudrücken….zumindest die Aussicht aus dem Bretterverschlag, der als Zimmer dient ist schön!
An der Grenze dauert es dann ein wenig.
Auf equadorianischer Seite gibt es keinen Kopierer.Bei 4 Fahrzeugen in 4 Monaten wahrscheinlich auch nicht wirklich notwendig!
Zwar kann ich die Kopien zurück in Peru machen, aber leider funktioniert auch der Drucker nicht!
Da die Zöllner eh ein Schwein zur nächsten Stadt transportieren wollen, folgen Sie uns und gemeinsam wir suchen dort einen Computer mit Drucker.

Das Internetcafe soll zwar Beides haben, ist aber gecshlossen , da der Besitzer zum Essen ist….so warten wir geduldig über eine Stunde bis es weitergehen kann!
Durch tolle Täler und Berge die aussehen, als wären Sie mit Samt überzogen geht es nach Villcabamba .
Die Besitzer des Hostals Izcayluma (www.izcayluma.com) in dem wir landen kommen aus Deutschland und Dinge wie Klopapier, Haken zum aufhängen in der Dusche (heißes Wasser!!) und echter Bohnenkaffee zum Frühstück sind nur einige Dinge , deren Existenz ich schon fast nicht mehr für möglich gehalten habe!
Hier muss nämlich mal gesagt werden, dass es fast unmöglich ist, hier in Südamerika guten Kaffee zu bekommen.
Die Norm ist eine Tasse heißes Wasser mit einem Pott Milchpulver und einem Pott Instantkaffee.
Wenn man Glück hat ist das Milchpulver schon drin.
In Brasilien ist grundsätzlich viel Zucker drin und hier in Equador lässt die Farbe des fertig angerührten Kaffees nur erahnen, dass “auch” etwas Kaffeepulver drin ist!
Als echter Morgenmuffel, der Kaffee zum wachwerden braucht, also nicht einfach hier wieder abzureisen!
Gründe zu bleiben finden sich einige.Unter anderem knackt mein Objektiv bei dem Versuch den Filter abzunehmen und danach lässt sich der Autofokus nichtmehr benutzen.
Dank Thomas stundenlanger Arbeit schafft er es nicht nur das Objektiv in seine kompletten Einzelteile zu zerlegen, er findet auch die Ursache des Problems!Ein paar Plastikteile die abgebrochen sind werden teils angeklebt bzw. durch Steinchen ersetzt und danach setzt er einfach wieder alles zusammen!Einfach, oder????
Da diese Bastelarbeit für alle Beteiligten ziemlich anstrengend war, gehen wir am nächsten Tag nich wandern, sondern mit Pferden die Gegend erkunden.Und nachdem mein Pferd noch schnell ein paar Hufeisen verpasst bekommt gehts auch schon los.
Über kleine Pfade durch Berge und Täler.Wann immer es möglich ist, gallopieren wir und so ist es eine tolle Abwechslung zum Mopedfahren.
Aber auch hier kann ich ja nicht ewig bleiben und nach 2 Tagen komme ich in Cuenca an.
Leider werde ich wohl ein paar Tage hier verbringen, da nicht nur Reifen und Kettensatz erneuert werden müssen, sondern auch die eine Gabel vorne Öl verliert.
Hoffen wir mal , dass es nicht wieder 2 Monate dauern wird.
Also hier mal ein paar Eindrücke der Stadt und von mir….
…auch wenns hier schön ist hoffe ich, dass ich
alle Ersatzteile morgen bekomme!
Also Daumen drücken!!!!!!!!





















































































