Alltag
…arbeiten, an einem Ort zu sein , den ganz normalen ”Alltag” zu bestehen,….all das habe ich die letzten 5 Wochen probiert und ich muss sagen: es fält mir doch schwerer als gedacht.
Insofern habe ich ein wenig Zeit gehabt über die Unterschiede, vom Reisen zu einem ”normalen” Leben, nachzudenken…
Warum Reisen?
Lange Reisen auf dem Motorrad durch verschiedene Länder und andere Kulturen sind kein Urlaub,
dafür ist die Zeit zu lange.
Es ist auch keine Erholung, dafür ist es zu anstrengend und man muss auf zu vieles verzichten.
Es ist eher eine Lebensart, sehr einfach und auf das Nötigste eingeschränkt.
Diese Lebensart zwingt einen dazu Situationen schnell zu überdenken und Entscheidungen zu treffen.
Man muss sich auf fremde Menschen einlassen, endet manchmal an Orten die man nicht unbedingt erleben möchte. Dreckige Hotelzimmer, furchtbares Essen, krank sein weit weg von zu Hause oder nicht wissen, wo man ist sind nur einige Beispiele.
Allerdings erfährt man auch fantastische Dinge, die man oftmals als selbstverständlich einstuft.
Die beste Art, Dinge schätzen zu lernen, die wichtig sind; ist oftmals sie einfach wegzunehmen und darauf zu verzichten.
Man lernt schöne Orte wieder mehr zu schätzen. Eine gute Strasse, eine heisse Dusche, eine Begegnung mit tollen Menschen, oder ein toller Sonnenuntergang mit interessanten Gesprächen…
Und der grösste Luxus auf Reisen ist, genug Zeit für sich zu haben.
Zeit sich selbst zu sein, Zeit Erlebnisse wirklich wahrzunehmen.
Sich selbst besser kennenzulernen und Vertrauen zu sich zu gewinnen.
Bereits einmal habe ich die Erfahrung gemacht, nach einer langen Reise wieder nach Hause zu kommen. Viel von der Magie der Reise kann man für sich behalten und man braucht nicht viel um glücklich zu sein.
Doch die traditionellen Lebensart kann man nicht mehr 100% teilen.Die Werte und Vorstellungen vom Leben sind andere geworden.
Dann ist es Zeit wieder aufzubrechen…
Mein ”normales Leben” besteht immoment aus frühem aufstehen(woran ich mich nicht gewöhnen kann), einem Arbeitstag mit meinen Kollegen in der Bäckerei
und im Restaurant
und Abends halt das, was man so macht….Fernsehen,zusammen kochen,
mit Freunden ausgehen oder kleine Ausflüge in die Umgebung.
Ich habe sogar Besuch bekommen. Die beiden Schweizer Erwin ind Isa mit Hund Ricco, die ich seit Argentinien immer wieder getroffen habe und Engelbert und Adrienne, die ich aus Peru kenne.
So vergeht die Zeit und plötzlich ist auch schon Weihnachten!
Der Heiligabend war auch hier etwas besonderes, mit gutem Essen, umgeben von netten Menschen.
Sylvester bin ich mit ein paar Freunden über eine tolle Strecke an der Küste entlang
an den Strand gefahren, habe mal wieder mein Zelt ausgepackt und habe unter Palmen gefeiert.
Auf dem Rückweg hat es nach 2 Tagen Sonne und über dreissig Grad am Strand pünktlich zu Hause in Arenal wieder angefangen zu regnen.(Es ist immernoch Regenzeit hier in den Bergen!!!!)

und jetzt fängt das neue Jahr mit hoffentlich genauso vielen tollen Erlebnissen wie das Letzte an.
Insofern lasse ich mich mal überraschen, was im nächsten Monat so alles passiert…

















