die Reise beginnt…
Kategorien: 18 November 2009 Costa Rica bis Guatemala.
Arenal……so schön es hier auch ist, irgendwann muss ich mich ja losreissen! Auch wenn mir der Ort und die menschen hier sehr ans Herz gewachsen sind und dieser Ort immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird!
Und so fahre ich nach einer fantastischen aAbschiedsparty mit gemischten Gefühlen am nächsten Tag los!
An der Grenze zu Nicaragua bin ich etwas nervös, da die Papiere für mein Motorrad seit einem halben Jahr nicht mehr gültig sind. Aber schliesslich will ich ja “nur” das Land verlassen! Die Dame am Zoll ist da leider anderer Meinung.Sie fragt wo mein Motorrad ist und ich muss ihr die Schlüssel aushändigen.Mein Motorrad und meine Sachen werden kurzerhand einfach konfisziert mit der Aussage, dass es einige Tage/Wochen dauern kann, bis ich alles wiederhabe!Ich kanns nicht glauben!
Also miete ich ein Auto und……fahre zurück nach Arenal! Mal wieder ist der Versuch diesen Ort zu verlassen gescheitert.Es ist wie im Song “Hotel California” : you can always check out, but you can never leave!
Und als wenn das nicht reichen würde, habe ich auch noch einen platten Reifen und kein Werkzeug um den Ersatzreifen aufzuziehen! Lachen oder weinen, ich bin mir nicht sicher….An solchen Tagen tut es gut ein paar Freunde um sich zu haben, auch wenn diese ein wenig erstaunt sind, mich so schnell wiederzusehen!Hey; und eine Abschiedsparty mehr oder weniger kann auch nicht schaden!
…um es kurz zu machen: zwei Tage später und 840 Dollar ärmer kriege ich meine Sachen zurück mit den Worten, dass das Motorrad jetzt legal im Land ist, Sie die deutschen Papiere behalten ( da ich ja jetzt costaricanische habe….!) und ich kann das Motorrad solange hierlassen wie ich will, dass Einzige was ich nicht darf ist das Land verlassen…Wie bitte?????????
Nach ein wenig jammern bekomme ich zumindest meine Papiere als Andenken wieder! Und hinter vorgehaltener Hand der Hinweis, wenn ich doch weg will sollte ich keinesfalls am Zoll anhalten, sonst wird diesesmal nicht nur das Motorrad einbehalten…..Also springe ich auf mein Motorrad rase winkend am Zoll und der Polizei vorbei und flüchte über die Grenze nach Nicaragua!!!!!! Um es mal positiv auszudrücken….ich bin um einige Erfahrungen reifer geworden!
Nach der Aufregung gönne ich mir erstmal ein paar Tage Entspannung an der Küste.
San Juan del Sur ist der richtige Ort dafür! Wie das am Strand so ist, alles ist ein wenig ruhiger und relaxter! Und da noch keine Saison ist kann man günstig übernachten und die teuren Hotels und deren Poolanlagen am Tage nutzen. Einzige Bedingung: Für 10 Dollar Gertränke konsumieren. Was bei 1,5 Dollar pro Bier nicht wirklich ein Problem ist!
Noch ist es nach fast einem Jahr Sesshaftigkeit etwas ungewohhnt wieder neue Gebiete unter die Räder zu nehmen und so bin ich nach 4 Tagen bereits in Honduras!
Trotz all der Warnungen ist der erste Eindruck sehr positiv.
Eine tolle Landschaft, freundliche Menschen und eine kleine Brauerei im Hotel! Vielleicht nicht ganz dem deutschen Standard entsprechend,da die gesammte “Braurerei”in einem alten Container untergebracht ist…. aber wahnsinnig lecker und endlich mal was anderes als Pilsener!
Mit dem Besitzer fahre ich am nächsten Tag zu heissen Quellen.
Diese kommen aus einer Art Höhle und mischen sich mit dem kalten Wasser im Fluss.
So kann man quasi im 30 Grad warmen Wasser sitzen, und einen Meter weiter das perfekte 5 Minuten Ei kochen…..oder anders gesagt, man sollte aufpassen wo man seine Füsse reinhält um sich nicht zu verbrühen, sondern ein perfektes Bad zu haben!
Gut erholt gehts weiter nach Coban.Meine ersten Mayaruinen. Dank der politischen Unruhen sind ausser mir vielleicht noch 30 andere Touristen dort! Alles hat seine Vorteile, gell????
Zu Mayazeiten lebten hier um die 20.000 Menschen.Ein riesiges Gebiet mit etlichen Tempeln und Skulpturen umgeben vom Regenwald!
Nach so viel Kultur fröhne ich meiner neuen Leidenschaft und geniesse einmal mehr eine der heissen Quellen! Fantastisch!!!!Dampfbaeder,Matsch zum einschmieren und etliche Pools mit verschiedenen Temperaturen…
Und diesesmal ist ausser mir nur ein weiterer Reisender hier!
An der Grenze (Honduras/ Guatemala….um niemanden zu verwirren) dauert es erstmal. Das System im Computer ist abgestürzt! 3 Stunden später bekomme ich die Papiere und den Rest des Tages suche ich nach neuen Speichen und wechsel einige gebrochene aus!Was weiss ich, was da nicht in Ordnung ist, aber anscheinend muss sich mein Zebra auch erst wieder ans unterwegssein gewöhnen und fast jeden Tag gibt es neue Schwierigkeiten. Speichen die brechen, Schrauben die sich quasi in Luft auflösen,……aber so gibt es wenigstens immer was zu tun, oder?Und inzwischen bin ich wahnsinnig gut darin Leute zu finden, die mir helfen
Naechster Stop ist Semuc champey. Der Fluss fliesst durch eine Art Tunnel
und gleichzeitig gibt es oberhalb etliche glasklare Polls die zum schwimmen einladen.
Ein wirklich toller Ort um den Tag zu verbringen und abends am Lagerfeuer gibt es sogar ein paar Feuerartisten!
Ja , ich muss sagen auc wenn es mir nicht leict viel wieder auf reisen zu gehen…….es gefaellt mir jeden Tag besser und ich kann es kaum erwarten mehr von Guatemala zu sehen…..



























