back on the road
wow, wer hätte das gedacht….nach 2 Monaten ist mein Motorrad endlich fertig.Die Räder sind schnell eingebaut und die Sachn gepackt, und als ich durchs Tor fahre und nach so langer Zeit Abschied nehme , um wieder “on the road” zu sein, bin ich doch ziemlich aufgeregt.Trotz der Warterei war es doch ein toller Ort um “hängen” zu bleiben und Javier und Sandra und natürlich meine Mitbewohner Chuck , Sebastian und natuerlich Daniel! sind mir doch sehr ans Herz gewachsen.
Aber nach ein paar Kilometern genieese ich es wider ein wenig Fahrtwind um die Ohren zu haben.
Ich bin nach so langer Zeit ein wenig rastlos, sodass ich relativ zügig gen Norden fahre.Irgendwann komme ich dann auch an eine der Strassenblockaden von demonstrierenden Bauern an, und bei dem Versuch vorbeizufahren, springen die Männer vor mein Motorrad und zwingen mich anzuhalten.
Zwar ist es schon ein merkwürdigs Gefühl, aber ich warte erstmal ein paar Minuten und schaue mir das Ganze an.Dann kommen auch schon die ersten Leute und fragen woher, wohin,allein?,….und plötzlich beschliessen Sie dass ich weiterfahren darf.Allerdings nicht ohne vorher noch ein paar Fotos zu machen und etliche Mandarinen als Wegzehrung mitzunehmen.

Bei der nächsten Polizeikontrolle geht es ähnlich….zwar ist die Polizei hier dafür berüchtigt, Touristen irgendwelche Strafgelder aufzuerlegen, aber auch hier ist der Polizist viel mehr an Dingen wie: wie alt,Kinder,Verheiratet,allein?,…interessiert und lässt mich ohne Bezahlung weiterfahren.
In Mercedes finde ich dann auch den Grund für die vielen Schreine, die man immerwieder in ganz Argentinen am Strassenrand findet.

Sie sind quasi Gedenkstätten für “El Gauchito”. Eine Art Robin Hood Argentiniens, den die Leute als Heiligen verehren und an den Schreinen für alles Mögliche beten und als Dank Schilder,Fahnen bis hin zu Wein,Zigaretten , und alles andere was rot ist , hinterlassen.

Hier in Mercedes ist das Grab mit dem Baum, andem er damals erhängt wurde.
Auch ich zünde in paar Kerzen an und bitte für eine sichere Reise.Kann ja schliesslich nicht schaden!
Das Wetter wird mit jedem Tag besser,die Landschaft wird zunehmend tropischer
und Papageien und andere Vögel leisten mir an der Laguna Ibera
beim Frühstück Gesellschaft.

In San Ignacio lege ich dann auch wieder ein paar Tage Pause ein und sehe mir die beindruckenden Jesuitenruinen an.

Sie wurden im 17. Jahrhundert gegründet, waren politisch und wirtschaftlich autonom und hatten bald viel Macht, sodass die Spanier sie nach 200 Jahren ausgewiesen haben.Heute kann man also ledglich die verfallenen und nur teilweise restaurierten Ruinen besuchen, die allerdings sehr beeindruckend sind.

In Iguazu, was voerst meine letzte Station hier in Argentinien ist, lasse ich mir natürlich die Wasserfälle nicht entghen!
Auf einer Breite von 2,3 km und mit über 200 einzelnen Wasserfällen und vielen Wanderwegen, um sich alles anzuschauen ist dieser Ort sicherlich einer der Beindruckensten, die ich jeh gesehen habe.

Zwar ist das kilometerlange Wandern und etliche Treppensteigen etwas ungewohnt und anstrengend, aber es lohnt sich allemal.An der Teufelsschlucht faellt soviel Wasser,dass man den Fluss nicht mehr sieht.Zwar wird man selbst auch ein wenig nass, was aber eher eine angenehme Abluehlung ist.

Bei einer kleinen Pause bei Drink und Sandwich werde ich dann allerdings das erstemal bestohlen.WÃhrend sich ein Nasenbär von rechts anschleicht und mich ablenkt, klettert ein anderer auf den Tisch und schwups, verschwindet mein Sandwich im Gebüsch!
Aber alles hilft nichts…..mein Visa fûr Argentinien lâuft ab und ich muss weiter nach Brasilien.(In Brasilien scheint es keine Taste fûr Umlaute zu geben…)Dort gestalten sich die Grenzformalitâten etwas anstrengend, aber nach zwei Stunden ist auch das geschafft und ich komme nahe der Grenze auf einem tollen Campingplatz mit Pool unter.Da es viel zu heiss ist zum fahren , beschliesse ich einen Tag lânger zu bleiben und folge dem Tip eines Freundes und sehe mir den grôssten Staudamm der Welt an(bis der in China nâchstes Jahr fertig wird!)
Die Busstour ist leider enttâuschend und mit dem eigene Fahrzeug darf man nicht mal in die Nâhe…allerdings sehe ich bei der Ausfahrt etliche Motorrâder,was mich natûrlich neugierig macht!Ich und mein Motorrad erregen viel Aufsehen
und ich werde eingeladen mit dem ClubV-Strom de Brasil ûber den Damm zu fahren.
Das Ganze war soviel besser, als mit dem Bus…
Abends auf dem Campingplatz sprechen mich meine neuen Nachbarn auf deutsch an.Es stellt sich herraus,dass sie aus Blumenau kommen,wo man neben deutsch sogar noch einige Platt Dialekte findet.Und neben Mûnchen das grôsste Oktoberfest der Welt!!
Ein netter erster Tag in Brasilien geht bei Bier und Krâuterschnaps zuende und die Sehnsucht nach Argentinien lâsst nach…
Auf der Strecke zur Kûste kommt man sich allerdings eher vor wie in den Alpen!
Ein Ort mit ôstereichischen Hâusern, der andere im Stil von Italien und Orte, die einen auf deutsch Willkommenheissen!
Sogar Serpentinen gibt es hier und im Gegensatz zu den Alpenpâssen ist hier kein Mensch,sodass der Fahrspass nicht durch ein Wohnmobil, welches vor einem her schleicht , gebremst wird!
So kann es weitergehen!!!!

























