ein trauriges Ende….

Erstellt am Dienstag 2. Februar 2010 von admin.
Kategorien: 20 Januar 2010 Mexico bis USA.

eigentlich sollte ich es inzwischen besser wissen! Aber irgendwie lasse ich mich doch immerwieder täuschen….wenn es am Strand schön und HEISS ist, gibt es doch eigentlich keinen Grund, dass es ein paar Kilometer weiter nicht mehr so ist, oder ???? Aber de facto ist hier auch Winter und so ist es nach einer tollen Passstrasse und Luftlinie nur 150 km entfernt vom Strand statt 30 Grad nur noch 10 Grad!

Und auch an der Westküste am Golf von Mexico ändern sich die Temperaturen nicht wirklich. Also verabschiede ich mich von meinem Reisegefährten Stephane

und fahre struks wieder an die Pazifikküste und “rase” Richtung USA.

Endlose Strassen durch Wüstegebiete

machen es möglich, dass ich nach nur wenigen Tagen die Genze zu den USA erreiche!

Viele Horrorgeschichten über die Einreise in die Staaten und die Verweigerung aus mysteriösen Gründen machen mich etwas nervös , nicht zu vergessen die Ausreise aus Mexico, da ich eine Rücklage für mein Motorrad hinterlegen musste…… und so bin ich ein wenig überrascht, als es plötzlich heisst

“ welcome to the states”

Wie ????Wo war der Zoll für Mexico ?????Hab ich was verpasst ?????

Naja , die Einreise in die Staaten war extrem einfach. Keiner wollte irgendwas sehen oder Einreisepapiere für mein Zebra haben. Aber im Land der “unbegrenzten Möglichkeiten” konnte ich erstmal nicht zurück nach Mexico, um meine Ausreise legal zu machen…….drei Tage später bin ich also wieder zurück nach Mexico( wieder ohne jegliche Kontrolle !!! ) und bei der erneuten Einreise in die Staaten ( ohne es jeh offiziell verlassen zu haben ) , gab es wiederum keine Probleme…..

Ohne zu lügen kann ich behaupten, dass es die verwirrendste Grenze, aber auch die Einfachste auf meiner gesammten Reise war!

Hier bin ich also…..in den USA!!!!! Wo in Cafes davor gewarnt wird, dass der Kaffee heiss sein könnte, Fussänger via Zebrastreifen die Strasse übequeren könnten und sogar Sektflaschen wie Waffen markiert sind!

Aber es hat  auch seine Vorteile! Alle , wirklich ALLE Strassen sind ausgeschildert, es gibt überall Platz zum parken und selbst in grossen Städten ist die Orientierung leicht! Was für ein Unterschied  zu Zentral- und Südamerika!

So finde ich meine Freunde Alec und Michael in Tuscon/Arizona leicht und verbringe ein paar entspannte Tage bei den Beiden. Zusammen erkunden wir die Wüste…

Nach einem weiteren Stopp in Palm Springs

 gehts weiter nach Los Angeles.

Irgendwie komisch all die Orte wie Hollywood, Venice Beach, Melrose Place, Beverly Hills,…die man sonst nur aus dem Fenrnsehen kennt mal in echt zu sehen!

Leider konnte ich den zwei Tagen keinen superreichen,  und unglaublich attraktiven zukünftigen Ehemann finden und so gehts allein weiter Richtung death valley……

Tja , was soll ich sagen….nachdem ich das Schild “Willkommen im Tal des Todes” passiere macht mein Zebra ein paar letzte Geräusche und…….der Motor stirbt!!!!!!

Vielleicht ein angemessener Platz den Geist aufzugeben, aber das Gefühl einen guten Freund zu verlieren kann ich nicht ganz verdrängen !Nach fast 120.000 km, 25 Ländern, 3 Kontinenten und etlichen Abenteuern gibt mein Zebra den Geist auf im Tal des Todes??????

Wenn es nicht so tragisch wäre, fast ein Grund zu lachen!

 Ich kriege zwar einen Lift sammt Motorrad zum nächsten Hostel ( der nächste “Supermarkt” ist ungefähr 50 Kilometer entfernt!!!!!! )

und hier sitze ich nun und warte auf ein kleines Wunder……Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung, dass mein Zebra wieder zum Leben erweckt wird?!?!?!??????????????????????

vive Mexico

Erstellt am Freitag 8. Januar 2010 von admin.
Kategorien: 19 Dezember 2009 Guatemala bis Mexico.
Nach ein paar wunderschönen tagen in Semuc Champey mit Lagerfeuer am Fluss und netten Menschen raffe ich mich schliesslich auf und fahre Richtung Tikal. Eine wunderschöne Piste die durch Berge und Täler führt.
In Tikal besichtige ich natürlich die Mayaruinen! Inmitten vom Dschungel breiten sich die Ruinen über ein riesiges Gebiet aus. Einige der Tempel kann man besteigen und hat dann einen fantastischen Blick über den Regenwald.
 
Und danach ein erfrischendes Bad im See!!!!!
Dort treffe ich Stephane aus Belgien, der mit seinem Mitsubishi unterwegs ist.
Wir beschliessen zusammen ein paar weiter entlegene Ruinen zu besuchen. Mal nicht auf dem Motorrad zu sitzen, sondern auf dem Beifahrersitz die Landschaft zu geniessen kann ja auch mal ganz nett sein!
Und obwohl der Polizist behauptet, dass es keine Strasse gibt, die dorthin führt fahren wir los.Schliesslich ist auf der Karte eindeutig eine kleine schwarze gestrichelte Linie zu sehen…!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 auf dem Weg spielen wir beide Weihnachtsmann und verteilen Schulutensilien und Kleider an die Kinder….

Die Ruinen sind sogar noch eindrucksvoller als die in Tikal. Nur halbrestauriert kriegt man einen guten Eindruck davon wie es ausgesehen haben muss, als die Ruinen entdeckt wurden. Und ausser uns ist kein Mensch hier,also ganz nach meinem Geschmack!

ABER, was soll ich sagen…..manchmal ist es besser den Leuten zu glauben, wenn sie meinen, dass es keine wirkliche Strasse gibt!

 Nach etlichen Bäumen , die wir von der Piste wegräumen müssen, ist es schliesslich ein Schlammloch, in dem wir stecken bleiben. So warten wir ein paar Stunden mitten im Dschungel und es wird schliesslich dunkel! Eigentlich habe ich mich schon damit abgefunden die Nacht im Auto zu verbringen, als plötzlich 3 Mopeds mit 5 Leuten auftauchen, die ganze 4 Stunden damit verbringen dass Auto mit den Händen aus dem Schlamm auszugraben.

( kurzes Video )

http://www.youtube.com/v/PDijfQ62Kj0&hl=de&fs=1

4 weiter Stunden und ein paar Blessuren am Auto später kommen wir tatsächlich wieder auf einer richtigen Strasse an.Aber die Freude wärt nur kurz. Bereits nach hundert Metern ist die Strasse wegen Bauarbeiten wieder gesperrt…..Also zurück auf die Piste und nach “nur” 15 Stunden erreichen wir tatsächlich unser Hostel! Waren ja auch 150 km!?! Jetzt erstmal ein kühles Bier! Zwar ist der Kühlschrank abgeschlossen, aber man glaubt gar nicht wieviel Energie man nach so einem Trip noch hat und tatsächlich finden wir den Schlüssel in der Küche……
Soviel also zu einem entspannten Tag als Beifahrer!!!!!!!!
Also doch lieber wieder mit dem Motorrad weiter.
Nach einem weiteren Stopp in Semuc Champey ( ist einfach zu schön hier!)
gehts weiter nach Antigua. Quasi das Disneyland von Guatemala.

Die Strassen sind sauber, jedenfalls für hiesige Verhältnisse, die elektrischen Leitungen verlaufen (meisst) unter der Erde und es gibt endlich wiedermal was anderes zu Essen als Reis, Bohnen und Hühnchen!So verbringen Stephane und ich die nächsten Tage damit, Entenbrust in Schokoladensauce, Filet Mignon in Dijon sauce und etliche andere Köstlichkeiten zu verspeisen.

Nebenbei versuche ich einen neuen Reifen zu finden…..wie immer ein eigentlich aussichtslosen Projekt, aber wie das Leben so spielt treffe ich einen Freund eines Freundes, den ich in Kolumbien getroffen habe und er schenkt mir einen fast nagelneuen TKC80!!!!!! Da kommen selbst bei 30 Grad weihnachtliche Gefühle auf!!!!!

Bevor es weiter nach Mexico geht besuche ich noch den Vulkan Pacaya.Nach insgesammt 6 Monaten in Costa Rica, nahe des aktivsten Vulkans in Zentral Amerika ohne auch nur EINMAL die Lava richtig zu sehen( dank der Regenzeit!) kann ich der Idee auf der Lava Marshmallows zu grillen nicht wiederstehen!

Und nach einem harten Aufstieg

kann man tatsächlich hier auf der Lava spazierengehen. Man muss lediglich aufpassen wo man hintritt und möglichst nicht daran denken wie viele Unfälle es hier jedes Jahr gibt.

Und dann tatsächlich…….Mexico!!!!!!!

Hab selbst fast schon nicht mehr daran geglaubt, dass ich es aus Zentral Amerika herrausschaffe! Nach etlichen Stunden im Regen komme ich bei 5 grad in San Christobal an. So habe ich mir das zwar nicht vorgestellt, aber nach einer heissen Dusche und einem geliehenen Pulli sieht die Welt schon nicht mehr so schlimm aus!Und es gibt hier weitere kulinarische Hochgenüsse.Wen kümmert da das Wetter???? So gibt es z.B ei französisches Fondue zu Weihnachten. Ok, vielleicht wundert sich der ein oder andere jetzt, warum ich soviel über europäische Küche schwärme, aber man glaube mir……….weder Süd noch Zentralamerica ist wirklich berühmt für seine Küche und ich habe genug Bohnen und Reis für zwei weitere Leben gehabt!!!!!!Und schliesslich steht Weihnachten vor der Tür!

(und mal nebenbei….die Weihnchtsbäume hier sind weitaus interessanter als in Guatemala…)

Guatemala:

und in Mexico:

Dem Geschenkewahn der  in Deutschland herrscht, können Stephane und ich allerdings auch hier nicht ganz entkommen. Wir kaufen etliche Kilos Süssigkeiten und bauen eine Box die ich mühsam dekoriere. Der Gedanke ist, dass jedes Kind eine Überraschung bekommt und wir im Ausstausch ein Foto!

Soweit so gut. Es fängt auch gut an und die Kinder bilden eine Reihe, damit jeder etwas abbekommt.

2 Minuten später ist es aber vorbei mit der Geduld und wir werden quasi überrannt und weitere 2 Minuten später ist selbst die Box Geschichte……

Vielleicht nicht ganz nach Plan, aber die Kinder haben aufjedenfall viel Spass und in einem Land in dem es Pinatas gibt ( die Puppen,gefüllt mit Süssigkeiten auf die man solange mit Stöcken einschlägt, bis Sie auseinanderbrechen) sollte man soetwas vielleicht erwarten!
Ich habe sogar eine Kirche zu Weihnachten besucht!Allerdings läuft das ganze hier etwas anders….Man bringe ungefähr 40 Kerzen, eine Flasche Schn aps, ein Huhn und eine Flasche Cola mit!Man setze sich auf den Fussboden, zündet die Kerzen an und fängt an die flasche Schnaps zu trinken! Man erwürge das Huhn um die Anwesenden zu segnen ( der Teil gefällt mir nicht so!)
dann trinke man die Cola um möglichst oft aufzustossen. Das reinigt Körper und Seele!
….noch ein kurzer Besuch in Agua Azules….
und dann pünktlich zu Neujahr ans Meer! Erstens ist es hier wärmer und zweitens kann ich nach den letzten 2 Jahren am Meer die Tradition Sylveser am Strand zu feiern ja auch nicht einfach so brechen,oder?Also gibt es Austern und Champanger zum Frühstück :-)
 und mehr Champanger und Feuerwerk am Abend!!!!
so endet ein fantastiches Jahr mit vielen Eindrücken aus unterschiedlichen Ländern , einem tollen Sommer in Deutschland und kleinen und grossen Abenteuern! Ich freue mich auf das kommende Jahr mit hoffenlich genauso vielen tollen Begegnungen und Erlebnissen……Happy New Year!!!!!!!!!!!